20130627

Weil Herzen lautlos brechen ...

Ich kann nicht glauben, dass ich immer noch weine wegen dir. 
Es ist jetzt vier Jahre her, dass du mir deine Hand gereicht hast, als es mir schlecht ging.Vier Jahre sind vergangen, seitdem wir täglich geschrieben haben, uns treffen wollten und du jedes Mal kurz vorher abgesagt hast. Vier Jahre ist es her, dass du mir den Kopf verdreht hast.
Verdammt, es ist so wahnsinnig viel passiert in den letzten Jahren. So vieles hat sich geändert. Nur meine Gefühle für dich werden sich wohl nie ändern ...
Ich denke an alles, was zwischen uns passiert ist... Unsere Streitereien. Die Käsebrötchen, von denen ich in dieser Zeit so viele gegessen habe, wie in meinem ganzen Leben wohl nie wieder. Die Monate, in denen wir uns ignoriert haben und die Momente, in denen wir uns wieder vertragen haben. Die Schweigeminute für Michael Jackson, als er gestorben ist und unsere Gespräche über meinen Vater, Mäuse fangen und deine Freundin. Die vielen Kinobesuche mit meiner besten Freundin, nur um dich auf der Arbeit zu besuchen. Ich denke daran, wie ich mich gefühlt habe, als wir mal wieder ein Treffen geplant haben und an das Gefühl, als du mal wieder kurz vorher abgesagt hast.
Ich denke an den Moment, in dem du mir deine Jacke gegeben hast, obwohl es dreißig Grad warm war.
An die Beleidigungen, die sich dein bester Freund immer wieder für mich ausdachte und die Blicke deiner Freundinnen, die es anscheinend nicht ertragen konnten, dass wir uns so gut verstehen. 

Baby, erinnerst du dich überhaupt noch an diese Zeit?

Und dann sah ich dich plötzlich mit deiner neuen Freundin. Händchen haltend in der Schule. Ich blieb stehen und sah mich um. Hab nur ich das gehört? ...

Weil Herzen lautlos brechen ...

Weißt du, Trauer und Schmerz sind gar nicht so unaushaltbar. Weißt du, was unaushaltbar ist? Wenn du Abends darauf wartest, bis du müde bist, nur um endlich ins Bett gehen zu können. Dann sitzt du da, schaust mit glasigen Augen ins Nichts. Uns alles, was du fühlst, ist diese unglaubliche Leere in dir. Nichts, was sich regt. Wenn du am nächsten Morgen aufwachst und auf ein kleines Wunder wartest. Du hoffst, du siehst ihn. Ihr sprecht euch aus und alles wieder wieder gut. Tief in dir drin weißt du, dass du dich gerade nur selbst belügst, aber du versuchst nur wieder neue Energie für den Tag zu schöpfen. Du musst los, los in die kalte Welt da draußen. Leute, die an dir vorbeilaufen, sehen die Leere in deinen Augen. Du bist weg, weg in einer anderen Welt. In deinem Kopf siehst du alte Bilder. Ihr zwei, wir ihr gemeinsam lacht und Spaß habt. Du verbannst schnell die Bilder aus deinem Kopf. Schnell an etwas anderes denken. Aber Mist, an was nur? Und dann kommt das, was du nicht ertragen kannst. Da läuft er mit seiner neuen. Händchen haltend. Du bist fixiert auf die Hände, die sich fest umschlungen festhalten. Du schreckst zusammen und schaust dich um. Keiner regt sich. Hast nur du dieses Zerbrechen gehört? Keiner hörte was, nur du. Wieso? ... - weil Herzen lautlos brechen.

20130617

Wenn du jetzt gehst, gehst du den Weg für dich allein. (Eisbrecher)

Manchmal habe ich das Gefühl, 
dass ich hier einfach nicht hingehöre. 
Ich fühle mich, 
als hätte ich mein zu Hause 
noch nicht gefunden 
und ich fühle mich leer. 
Nicht der richtige Ort 
und nicht die richtigen Menschen. 
Überflüssig und ungeliebt 
und nicht dazugehörig. 
Doch wo sollte ich hin? 
Und wie? 
...