20130118

Das ist etwas ganz anderes...

Ich hab schlechte Laune, bin traurig. Und weiß nicht, wieso.
Ich versuche zu verstehen, was mich bedrückt. Falsche Freunde, Menschen, die mich beleidigen, hinter meinem Rücken über mich lästern und vor mir so tun, als wäre alles perfekt, als würden sie mich mögen. Meine nicht vorhandene (oder auch doch vorhandene) Familie. Schulstress.
Doch dann merke ich, dass mich nichts davon wirklich interessiert. Nichts davon ist der Auslöser für meine Traurigkeit und nichts davon verletzt mich wirklich. Das, was mich ehrlich bedrückt, quält. Das, was mir den Schlaf stiehlt und das, was mich so runterzieht, das ist etwas ganz anderes.
Sie fehlt mir, sie fehlt hier. Ihre Augen. Ihr Lachen. Ihre herzliche Art.
Ich mache die Tür leise auf, um sie nicht zu wecken, doch als ich vorsichtig durch den kleinen Spalt schaue, kann ich sehen, dass sie nicht schläft. Ich mache die Tür weiter auf. Sie lächelt mich an und ihre Augen funkeln - als würden kleine Sterne in ihnen tanzen... Ich sehe, dass sie sich freut mich zu sehen und weiß, dass ich angekommen bin. Ich bin zu Hause, hier ist mein Herz und hier bin ich willkommen. Ich lasse mich gegenüber von ihr auf einem Sessel nieder und freue mich einfach nur, dass ich bei ihr sein kann. Ich erzähle ihr von meinem Tag, von einer mehr oder minder guten Note, doch in ihren Augen sehe ich, dass sie stolz auf mich ist - ehrlich stolz. Ich frage sie, wie es ihr geht, und sie sagt, es geht ihr gut. Und ich weiß, dass sie mich nicht anlügt. Sonst sagt sie oft, es ginge ihr gut, auch wenn das nicht so ist. Sie will nicht, dass wir uns Sorgen machen. Doch ich sehe ihr an, wenn sie etwas bedrückt oder es ihr nicht gut geht, und heute ist sie wirklich glücklich. Und das stimmt auch mich glücklich. Ich rede stundenlang mit ihr, würde am liebsten nie wieder damit aufhören. Ich will vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche bei ihr sein. Ich möchte mit ihr über alles reden. Über völlig belanglose Dinge, aber auch über Momente, die mich glücklich gemacht haben oder traurig gestimmt haben. Ich möchte zu allem ihre ehrliche Meinung wissen und ich will dass sie stolz auf mich ist... 
Doch sie ist nicht mehr da. Ich will ihr so viel erzählen, so viel zeigen und sie noch eine Million Mal fragen, wie sie sich fühlt. Doch sie ist nicht mehr da. Sie ist gegangen, ich kann sie nie wieder sehen. Und dieser Gedanke schmerzt mehr, als alles andere. Mehr, als man sich vorstellen kann und mehr, als man jemals mit Worten ausdrücken könnte.
Ich vermisse sie so sehr, sie fehlt einfach wahnsinnig. Ich liebe sie so unglaublich... 

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