20131110

» Doch vielleicht willst du gar nicht, dass er sich ändert, einfach, weil du Angst hast, ihn dann nicht mehr so zu lieben, einfach weil du Angst hast, dass er dann nicht mehr er selbst ist. « (vom 03. September 2010)

Ich bin nicht gut im Umgang mit Worten. Doch ich werde es ein letztes Mal für dich versuchen. Ein letztes Mal für dich. 
Erinnerst du dich etwa nicht mehr an unsere gemeinsamen Momente? Erinnerst du dich etwa nicht mehr an unser gemeinsames Lachen? Erinnerst du dich etwa nicht mehr an die ganzen Versprechen, die du mir damals gegeben hast, jedoch nie gehalten hast? Hast du diese Zeit, unsere gemeinsame Zeit, komplett aus deinem Leben gelöscht? Bitte, erinnere dich nur noch ein letztes Mal an mich. 
Denn ich erinnere mich an jeden einzelnen Augenblick mit dir. Ich erinnere mich, dass ich alles an dir geliebt habe. Alles. Ja, wirklich alles. Ich habe dein Lachen geliebt, selbst das, was nicht echt war. Ich habe deine Augen geliebt, auch wenn sie manchmal so verdammt traurig schienen. Ich habe dein Aussehen geliebt - deine Arme, deine Beine, dein Gesicht, deine Zähne, deine Haare, deine Hände, deinen Oberkörper und noch mal deine Augen. Ich habe deine Stimme geliebt, auch wenn deine Worte nicht immer die ehrlichsten waren. Ich habe die Wärme geliebt, die du früher ausgestrahlt hast - auch wenn nur ich sie gespürt habe. Ich habe es geliebt, wie du mit mir zusammen versucht hast, meine Probleme zu lösen und meine Träume zu verwirklichen. Ich habe es geliebt, dass du vor deinen Freunden so kalt schienst, auch wenn es mich traurig gestimmt hat. Sogar deine Versprechen habe ich geliebt, auch wenn du keines gehalten hast. Ich habe es geliebt, dass ich manchmal nachts wach gelegen habe, mit Tränen in den Augen - wegen dir. Denn das hat mir gezeigt, dass du immer ein Teil meines Lebens sein wirst, egal wie lange wir zu dem Zeitpunkt schon wieder nicht miteinander gesprochen haben. Ich habe es geliebt, dass ich mich bei dir immer sicher fühlen konnte. Ich habe es geliebt, dass ich wusste, du würdest mich beschützen. Ich habe es geliebt, dass du mich immer wieder auf den richtigen Weg zurück geführt hast, dass du mir immer wieder gezeigt hast, dass es sich eben doch lohnt zu leben. Ich habe es geliebt, dass du mir gezeigt hast, was die Worte Liebe und Glück eigentlich bedeuten. Und ich habe es geliebt, dass du mir gezeigt hast, wer Ich eigentlich bin. 
Es sind jetzt neun Monate vergangen, seitdem wir das letze Mal miteinander gesprochen haben. Neun Monate - eine verdammt lange Zeit. Und ich hätte nie gedacht, dass es je so weit kommen würde. Es gab in diesen neun Monaten keinen einzigen Tag, an dem ich nicht an dich gedacht habe. Jeden Tag habe ich mich gefragt, wie es dir gerade geht und was du gerade machst. Ob du glücklich bist, oder nur ein Lächeln aufsetzt, um es so wirken zu lassen. Und jetzt, nach neun Monaten, scheint es endgültig zu sein - wir hatten unsere Zeit, und sie wird nicht wieder kommen. Und egal, wie sehr ich davon träume, noch einmal wirklich mit dir zu reden, es wird ein Traum bleiben. Denn Träume werden niemals Wirklichkeit.  
Doch du wirst immer perfekt für mich bleiben, verdammt perfekt, für mich. Egal was du tust, du wirst perfekt bleiben. 
Wie wäre es mit etwas Applaus? Für dich, den ersten perfekten Menschen? Denn du warst immer perfekt - auch dann, wenn du vor mir gestanden hast und versucht hast, dich zu entschuldigen, während ich ganz genau wusste, dass du es nicht ernst meinst. Du warst perfekt, wenn du Fehler gemacht hast, du warst perfekt, wenn deine Macken wieder einmal zum Vorschein kamen. Du warst verdammt noch mal immer perfekt - für mich. 
Doch der Preis für den besten Lügner geht an dich - egal wie perfekt du warst, egal wie perfekt du immer noch bist. 

Ich musste lernen, was es heißt, ohne dich zu leben, ohne dich weiter zu gehen. Ich musste lernen, dich zu vermissen - zu vermissen, während ich wusste, dass du nie wieder zurück kommen wirst. Jeden morgen bin ich aufgewacht, ohne zu wissen, warum. Was war mein Leben denn noch ohne dich? - Nichts. Ganz genau, nichts. Ich habe mich gefragt, warum ich dich nicht vergessen kann. Ich habe einfach nur dagesessen, mit glasigen Augen ins Nichts geschaut, es fühlte sich an, als wäre ich nur noch körperlich anwesend, nicht seelisch. Meine Seele, sie war irgendwo anders, nicht mehr da. Doch mein Körper hat weiter funktioniert. Er hat nicht gelebt, nur funktioniert. (vom 31. Juli 2011)

Wie lange all das nun her ist - kaum zu glauben. Und immer noch denke ich so unfassbar oft an dich, noch immer kann ich dich nicht loslassen. Was wäre, wenn wir uns jetzt plötzlich wieder treffen würden?

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