20170207

my father was my first heartbreak.

Ich dachte, ich wäre jetzt langsam soweit, dass mich die Antworten auf meine ganzen Fragen an dich nicht mehr interessieren. Doch ein falsches Wort, ein falsches Gespräch, ein falscher Gedanke und die Fragen sind wieder präsenter in meinem Kopf, als gut für mich und meine Umwelt wäre. Mal wieder liege ich abends alleine im Bett und frage mich, warum du nie da sein konntest. Warum du nie da sein wolltest. Warum du uns hast gehen lassen und warum du dich nie gemeldet hast. Wie soll jemand meine Gegenwart schätzen, wie soll mich jemand lieben, wenn du es nie konntest? Wie soll jemand bleiben, wenn du es vorgezogen hast, mich aus deinem Leben zu streichen? Wie soll ich an mich glauben, wenn du mich verlassen hast?

Doch was wäre, wenn die Antworten viel schlimmer wären, als die unbeantworteten Fragen? Wenn du mir meine Fragen beantworten würdest, würde ich mir hinterher immer noch wünschen, die Antworten zu kennen? Oder würde ich es bereuen, die Fragen gestellt zu haben?

Immer wieder kommt dieses Gefühl an die Oberfläche. Dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein. Dieses Gefühl, nichts zu erreichen und niemandem etwas zu bedeuten. Ich fühle mich alleine. Aber ich will das nicht zugeben. Ich will nicht zugeben, dass es mir wegen dir nicht gut geht. Du hast keine Berechtigung, mich so fühlen zu lassen, doch irgendwie schaffst du es immer wieder.

Gerade, wenn ich denke, ich hätte es endlich geschafft, passiert etwas, das alles wieder aufwühlt. Das alles wieder hoch holt und mich wieder auf den Boden zwingt...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen